
JARED JAMES NICHOLS
Jared James Nichols: Der neue Blues-Rock-Gitarrengott live in Deutschland
Anfang 2027 vier Shows rund um das aktuelle Album „Louder Than Fate”
Seit seinem durchschlagenden Debüt hat sich Jared James Nichols den Ruf als einer der elektrisierendsten Gitarristen und Performer seiner Generation erarbeitet. Dabei mutet es vielleicht etwas seltsam an, einen vergleichsweise jungen Mann von Mitte 30, der bislang gerade einmal sein viertes Studioalbum veröffentlicht hat, mit den Weihen als „neuen Gitarrengott“ zu ehren.
Aber es sind ja nicht seine Worte, sondern jene von denen, die sich damit auskennen: Von den großen Fachmagazinen bis hin zu seinen eigenen großen Helden wie Zakk Wylde, Slash, Joe Bonamassa, Peter Frampton, Billy Gibbons, Steve Vai und Joe Perry, mit denen er allesamt schon die Bühne teilte: Sie alle zeigen sich im höchsten Maße beeindruckt von seinem Spiel.
Dabei geht es beileibe nicht nur um seine versierte Technik, die schwindelig schnelle Arpeggios mit seinem ganz eigenen, artistischen „Pick-less“-Style verbindet, bei dem die Saiten mit den Fingerkuppen nur angetippt statt gezupft werden. Mehr noch geht es dabei um seine ganze Präsenz als charismatischer Performer voller Groove, Herz und einer gelebten Blues-Rock-Seele, wie sie nur die wenigsten Musiker besitzen. Auch deshalb wurde Nichols, der 1989 in dem kleinen Städtchen Waukesha in Wisconsin auf die Welt kam und schon als kleiner Bub das Herz und die Geschichte des Blues-Rock aufsog, von der legendären Gitarrenmarke Gibson zu einem von weltweit nur vier „Global Ambassdors“ ernannt.
Seine Verbindung zu der Marke Gibson ist so lang wie seine Karriere: Als Nichols 2010 nach Los Angeles zog, war eine seiner ersten Amtshandlungen die Teilnahme am „Gibson Les Paul Tribute Contest“ – den er natürlich gewann, wie alle folgenden Contests. Innerhalb nur weniger Monate hatte sich in ganz Kalifornien herum gesprochen, dass es da ein neues Talent gibt, das man nicht verpassen sollte.
Dass Nichols in den 16 Jahren seither nur vier Studioalben veröffentlicht hat (die zweifellos hervorragend sind und jeweils ebenfalls von einem seiner eigenen Helden produziert wurden), hat einen einfachen Grund: Die Studioarbeit war lange nicht seine Lieblingsdisziplin. Erst jetzt, mit dem vierten, im Juni erschienenen Album „Louder Than Fate“, widmet er sich ganz den Vorzügen des Studio-Recordings: Es ist immer noch voller messerscharfer Riffs und bringt dabei mühelos Kraft und Melodie ins Gleichgewicht, wobei er sein Gitarrenspiel mit emotional aufgeladenem Gesang kombiniert. Die Songs wechseln mühelos zwischen harten Rock-Hymnen und eher nachdenklichen, dynamischen Momenten, wobei er die Fähigkeit zeigt, klassische Einflüsse mit einer zeitgemäßen Note zu verbinden.
„Louder Than Fate“ ist damit nicht einfach nur ein Album — es ist eine Erklärung. Ein Werk, das von Durchhaltevermögen, Überzeugung und der unaufhaltsamen Kraft eines Künstlers erzählt, der jede Note so spielt, als würde sie wirklich zählen: laut, ehrlich und zutiefst menschlich. Oder: Jared James Nichols von seiner allerbesten Seite.
