Veranstaltung

Datum: 12.08.2017
Uhrzeit: Einlass 20.00Uhr / Beginn 21.00Uhr
Veranstalter : PGM Promoters Group Munich Konzertagentur GmbH
Kommt bald

M. WARD

KONZERT

Seit der Jahrtausendwende veröffentlicht der in Kalifornien geborene und in
Portland/Oregon lebende Gitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent M. Ward mit
stoischer Gelassenheit ein Songwriting-Juwel nach dem nächsten. Von Album zu Album
wuchs dabei seine ihm treu ergebene Anhängerschaft, die M. Ward zuweilen gern als
legitimen Erben von Jeff Buckley und Mark Linkous von Sparklehorse bezeichnet. Der
Solokünstler, der erst auf seinem vierten Album überhaupt einmal mit Gastmusikern im
Studio arbeitete, stellt sich umgekehrt gern und häufig in den Dienst anderer Künstler –
und verfolgt neben seiner Soloarbeit mit dem Popduo She & Him sowie der Folk-
Supergroup Monsters of Folk zwei weitere weithin beachtete Projekte. Nach seinem
begeisternden Deutschland-Showcase im vergangenen Jahr kommt M. Ward am 12. und
13. August für zwei Konzerte nach München und Köln, im Gepäck die Songs seines neuen
Albums „More Rain“.
Prinzipiell lässt sich die Musik von M. Ward dem Singer-Songwriter- und Indiefolk-Genre
zurechnen, jede stilistische Eingrenzung wird aber seiner Musik nicht gerecht und begrenzt
diesen Künstler in seinem Wesen, Musik einfach zu machen und passieren zu lassen,
anstatt sie von vorne herein zu etikettieren und damit in ihrer Entstehung einzugrenzen.
Seine bislang acht veröffentlichten Soloalben tragen zwar alle seine unverwechselbare
Handschrift einer bittersüßen Melancholie, die durch den rauen und unpolierten Sound
seiner Aufnahmen etwas höchst Eindringliches und Eruptives erhält. Der 1973 als Matthew
Stephen Ward in Kalifornien geborene Sänger und Gitarrist begann bereits als Teenager
12.08.2017 – STROM – 21.00 Uhr
damit, kleine brüchige Songs mit einem billigen Vier-Spur-Rekorder aufzunehmen. Eine
archaische Technik, der M. Ward bis heute treu blieb – manche seiner Songs nimmt er
noch immer mit dem gleichen Tape-Rekorder auf, mit dem er Ende der 80er-Jahre in
seinem Kinderzimmer erste Gehversuche als Komponist unternahm.
Seit einem kurzen Intermezzo als Frontmann der dreiköpfigen Indieband Rodriguez, die
Ende der 90er ein Album veröffentlichte und sich anschließend auflöste, arbeitet M. Ward
als Solokünstler. Unterstützt durch seinen damaligen Mentor Howe Gelb, Kopf und
Vordenker der Americana-Legenden Giant Sand, veröffentlichte er 2000 sein erstes
Soloalbum „Duet For Guitars #2“, das unmittelbar zu einem Geheimtipp unter Fachleuten,
Feuilletonisten und Feingeistern avancierte. Eine Zielgruppe, die M. Ward seither mit jeder
neuen Veröffentlichung treu ergeben ist. Weil sie anerkennen und schätzen, wie sehr
dieser Künstler des Einfachen stets nur seinen Impulsen und Eingebungen folgt.
Dabei gab es unter den sieben bis 2012 erschienenen Soloalben einige, die konzeptionell
keine leichte Kost waren: „End of Amnesia“ (2001) etwa ist ein Konzeptalbum über
Erinnerungen und Träume und klingt in etwa so mystisch und abstrakt, wie ein Spielfilm
von David Lynch aussieht. Während „Transfiguration of Vincent“ (2003) ein schmerzhaft
dringlicher, zwölf Songs lang andauernder Abschiedsgruß an seinen zuvor verstorbenen
Freund Vincent O’Brien ist, der das Trauern um einen verlorenen Menschen in einer
ungehörten Intensität auf Konserve bannt.
Überhaupt findet er für jedes neue Werk frische Ansätze und unkonventionelle Konzepte,
stellt die einzelnen Songs eines Albums oft in einen universelleren Gesamtzusammenhang,
nimmt seine Musik fast immer selber mit einfachsten Mitteln auf – und kultiviert damit
seine ganz eigene Version des LoFi-Sounds, bei dem erst die Begrenzung der technischen
Mittel eine hochauthentische, warme und gänzlich ungekünstelte Klang-Ästhetik erzeugt.
Die ersten zehn Jahre seiner Tätigkeit unternahm er diese Exkursionen und
Klangforschungen meist allein, seit seinem Album „Post-War“ von 2006 ist er dazu
übergegangen, sich für jede neue Platte eine bunt gewürfelte Mischung an oft sehr
prominenten Gästen zu suchen, die seiner Musik spontan neue Richtungen und Impulse
verleihen. Dass diese Stars alle gern kommen, hat einen einfachen Grund: Für zahlreiche
von ihnen arbeitete er bereits als Studio- oder Livemusiker. So finden sich auch auf „More
Rain“ wieder viele Gäste, von R.E.M.s Peter Buck über Neco Case bis k.d. Lang.
Allgemeiner Vorverkaufsstart: Fr., 14.04.2017, 10:00 Uhr